Allgemein Geschichten rund um die Berge

Unterwegs in der Lüneburger Heide

Endlose mit Heidekraut überzogene Felder, so stellt man sich die Lüneburger Heide vor. Und nicht anders ist die Realität: sanfte Hügel, die in allen erdenklichen lila Färbungen erscheinen. Heute nehmen wir dich mit in die Lüneburger Heide.

Hinter uns rattert eine Kutsche vorbei, ehe wir einen Pfad in den Wald hinein nehmen. Plötzlich verändert sich das Klima merklich. Während uns linkerhand die Lüneburger Heide begleitet, strömt uns von rechts ein erdiger, nasser Geruch entgegen. Der Wald ist dicht und nur hier und dort kann man weiter ins Dickicht schauen. Ganz anders da die Heide. Uns erstreckt sich eine wunderbare Weitsicht, die immer besser wird, je höher wir kommen.

Unterwegs in der Lüneburger Heide

Normalerweise ist unser bevorzugtes Wandergebiet der Harz. Dieser ist nicht weit von unserer Heimatstadt Hannover entfernt und bietet die eine oder andere schöne Aussicht. Nun hatte Lynn allerdings von einer schönen Tour durch die Lüneburger Heide gelesen. Da wir eh nur einen Tag zur Verfügung hatten, schien uns das eine tolle Alternative zu sein. So packten wir Anfang September unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg nach Niederhaverbeck. Das liegt etwas hinter Bispingen, zwischen Hannover und Hamburg.

Als wir auf dem Parkplatz ankommen, ist schon ordentlich was los. Vor allem Rentner und motzende Teenager mit ihren Eltern, die so gar keinen Bock auf Natur haben. Aber so ist das eben am Wochenende. Und das Gute an den zahlreichen Wegen in der Gegend ist, das Ganze verläuft sich auch wieder.

Von Pferdekutschen und Schäfern – es ist allerhand unterwegs in der Lüneburger Heide

Die meisten der Menschen nehmen eine der Pferdekutschen zum Wilseder Berg. Dieser ist mit 169 Meter die höchste Erhebung in der nordwestdeutschen Tiefebene. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die größte Heidefläche Europas. Unser Ziel ist er dieses Mal allerdings nicht. Wir halten uns auf dem mit O3 markierten Weg und passieren nur den Fuß des Wilseder Bergs. Der Rundwanderweg ist knapp 7 Kilometer lang. Perfekt also für Leute wie uns, die schon zum Nachmittag wieder zu Hause sein wollen.

Schon von weiten faszinieren uns die sanften Hügel, auf denen das Heidekraut gerade am verblühen ist. Blütezeit ist in der Lüneburger Heide ca. zwischen Anfang August und Anfang September. Wir sind also schon fast etwas zu spät. Macht aber gar nichts, denn auch so gefällt uns die Landschaft sehr. Das Farbenspiel ist wirklich einzigartig. Dieser lila Ton, der immer wieder von der hellen, sandigen Erde durchzogen wird.

Schließlich bekommen wir auch noch den Schäfer mit seinen Heidschnucken zu Gesicht. Ein tolles Fotomotiv, was natürlich vollends das Klischee abrundet.

Ein Fazit

Der Rundwanderweg hat wirklich Spaß gemacht. Vor allem die Aussichten auf die Lüneburger Heide haben uns sehr gut gefallen. Nicht wirklich anstrengend, aber genügend Proviant sollte man trotzdem dabei haben. Nicht zuletzt um sich eine schöne Stelle für ein Picknick, zu suchen. Die „Menschen Massen“ verlaufen sich zum Glück auf den zahlreichen Wegen. Trotzdem wollen wir gerne beim nächsten Mal eher vor Ort sein. Nachdem wir Fotos vom Sonnenaufgang mit Bodennebel und tollen Farbenspielen gesehen haben, wollen wir das auch gerne mal erleben. Alles in allem lohnt sich definitiv ein Abstecher in die Lüneburger Heide zum Wandern und genießen, wenn man schon mal vor Ort ist.

 

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