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Berg #3: Brocken – der höchste Berg Sachsen-Anhalts

Sein Klima entspricht dem Islands, keine Bäume schmücken seine Kuppe und einst war der Berg gesperrt für die Allgemeinheit - die Sprache ist vom Brocken, der höchste Berg Sachsens und sogar der höchste in ganz Norddeutschland.

Titelbild, der Brocken

Der Brocken ist mit 1141,2 Meter Sachsen-Anhalts höchster Berg. Auf unserer Mission „Deutschland deine Berge“ war er der dritte Berg und nach einer langen Pause unser zweites Ziel im Jahr 2017. Der Brocken ist kein unbekannter Berg und doch freuen wir uns sehr, auf die Wanderung zu seinem Gipfel.

Es nieselt

Mitte Oktober ist es soweit, wir machen uns auf, ein Wochenende im Harz zu verbringen. Unser Basecamp ist dieses Mal ‚The Cabin‘. Diese niedliche Unterkunft in Oderbrück, bietet wirklich alles was das Herz begehrt. Abends sitzen wir gemütlich mit anderen Gästen zusammen in der Stube und essen selbst gekochtes und am nächsten Morgen genießen wir ein wunderbares Frühstück. Kann es einen besseren Start in den Tag geben?

Früh am Morgen machen wir uns dann auch auf den Weg, um den höchsten Berg Sachsen-Anhalts zu besteigen. Unsere Stimmung wird nur kurz getrübt, als es beginnt zu nieseln. Denn gerade im grauen Nebelkleid, sieht der Hochharz mehr als mystisch aus.

Länderhopphing zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Von unserer Unterkunft ist der Brocken gut ausgeschildert und wir beginnen mit der knapp 10 Kilometer langen Wanderung. Zunächst geht es durch ein Moor und wir können es nicht lassen, immer mal wieder für ein Foto zu stoppen. Zu schön sieht alles in der morgendlichen Regenstimmung aus!

Das wir uns noch in Niedersachsen befinden, wird uns dann klar, als wir plötzlich die Ländergrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erreichen. Mit einem großen Schritt überqueren wir sie und vor uns liegt der Brocken.

Über eine alte Panzerstraße geht es dann einmal ordentlich steil bergauf. Eine kleine Verschnaufspause können wir aber dann einlegen, als oben die Brockenbahn auf uns wartet. Ein eifriger Wanderer warnt uns noch, dass mit Gegenlicht die Aufnahmen von der Dampflok wohl nichts werden. Wir finden eher, er irrt sich.

Am Gipfel kommt die Sonne raus

Am Brocken ist man leider nie allein und damit haben wir auch gar nicht gerechnet. Nicht gerechnet haben wir aber auch, mit den Scharen von Erstsemestern, die mit Alkohol und Megafon den Berg besteigen. Wir versuchen sie so gut es geht hinter uns zu lassen und genießen die immer schöner werdende Aussicht.

Kurz vor dem Gipfel kommt auch endlich die Sonne raus und wir können nur staunen über den Grandiosen Ausblick, den uns der Brocken bietet. Wir kommen genau zur richtigen Zeit an und kommen gar nicht mehr zur Ruhe. Ein Panorama ist schöner als das andere und der Brocken an sich, ist auch wie eh und je fasziniert. Die Geschichte um den Brocken in der DDR und Lynns Großvater, kannst du übrigens hier… nachlesen.

Gipfelfoto mit 100 anderen

Fürs Gipfelfoto müssen wir uns dieses Mal doch tatsächlich anstellen. Das haben wir bisher auch noch nicht erlebt! Einige Menschen drängeln sich vor, andere schubsen und wieder andere werden gar nicht fertig mit ihren Selfies. Uns ist das Ganze eigentlich zu bunt, aber immerhin für Deutschland Deine Berge muss ein Gipfelfoto her.

Als wir uns endlich durchgeboxt haben, beginnt es ordentlich zu winden und wenig später fällt auch der erste Regen. Wir entschließen uns gegen eine Pause und beginnen wieder den Abstieg. Vorbei geht es an mit Funktionsjacken bekleidete Menschen und Erstsemestern, die tapfer ihr Bier festhalten.

Wir finden leider auch keine geeignete Schutzhütte mehr und so entschließen wir uns, die 10 Kilometer zurück nach Oderbrück, an einem Stück zu gehen. Zwar wird es nach und nach immer ungemütlicher, aber wir haben gute Bekleidung und Schutz für die Rucksäcke dabei, sodass es sich gut gehen lässt.

Fazit

Gegen Nachmittag kommen wir zurück in ‚The Cabin‘. Abgesehen von den vielen Menschen war die Wanderung auf den Brocken, wie immer sehr schön. Wir hatten großes Glück mit den kurzen Sonnenstrahlen am Gipfel, die eine wirklich einmalige Stimmung dort oben gezaubert haben.

Tatsächlich fällt es manchmal schwer zu glauben, dass der Brocken nur 1141,2 Meter hoch ist – mit seiner kahlen Kuppel fühlt er sich doch viel höher an. Aber das ist auch kein Wunder, schließlich ist er quasi der erste, der sich dem Wind zwischen Nord- und Ostsee stellt.

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